Freitag, 1. September 2017

Autoreninterview mit Mona Silver

Hallo meine Lieben,
heute gibt es schon das vierte Autoreninterview. Heute habe ich die liebe Mona Silver bei mir zu Gast!
Hallo Mona und willkommen auf meinem Blog. Schön, dass du Zeit gefunden hast um mit mir dieses Interview zu führen.

Stell dich doch bitte meinen kurz meinen Lesern vor
Hallo Hanna, und hallo liebe Leser*innen. Ich freue mich total, hier sein zu dürfen. Wer mich noch nicht kennt, was wohl die Mehrheit von euch betreffen wird: Ich bin - Überraschung! Autorin! :D Das bin ich zwar noch nicht so lange, aber dafür mit Herzblut. 2015 ist mein erstes Buch „Verlorener Stern“ im Sieben Verlag erschienen und hat damit die Buchreihe rund um das Volk der Bo’othi gestartet. Die nachfolgenden Bände habe ich als Selfpublisherin herausgebracht, da ich die lange Wartezeit, gepaart mit meinem langsamen Schreibstil, meinen Leser*innen nicht zumuten wollte. Mit der Novelle „SternRegen“ und Band 2 „Verlassener Stern“ sind mittlerweile insgesamt drei Werke von mir erschienen, im September 2017 (wenn alles klappt), soll eine weitere Novelle namens „SternSplitter“ herauskommen, die unmittelbar an die Geschichte der ersten Novelle anschließt.

In einem anderen Leben, jenseits von Büchern und Kreativität, arbeite ich seit mittlerweile 21 Jahren im Auswärtigen Amt, wo ich als Fremdsprachenassistentin tätig bin. Nach vier Auslandseinsätzen in der Vergangenheit, bin ich nun in Berlin und wechsele in Kürze in die IT-Abteilung. Etwas, worauf ich mich persönlich sehr freue.

Ich lebe allein, nein, halt, ich bin überzeugter Single, allein lebe ich nicht. Denn da ist ja noch Betty Rumpel, meine Katze. Jeder gute Autor braucht mindestens eine Katze. Ich auch. ;) Also: Ich bin Single und neben dem Schreiben und Lesen bleibt nicht so wahnsinnig viel Zeit für Hobbies. Allerdings bin ich absoluter Serien-Suchti, die ich auf DVD horte und immer und immer wieder ansehen kann. Aktueller Favorit ist Game of Thrones, aber auch Supernatural, Lost Girl, The Vampire Diaries oder Lost gehören zur Sammlung.

Tee oder Kaffee?
Eigentlich beides, aber auf Kaffee reagiere ich ziemlich extrem mit Einschlafproblemen. Darum gibt es üblicherweise nur eine Tasse am Morgen, mit viel (Mandel-)Milch und süß. Den Rest des Tages gibt es Gewürztee. Literweise.

Morgenmuffel oder Langschläfer?
Ich kenne beide Welten. Bis ich ca. 40 Jahre alt war, war ich extremer Morgenmuffel. Ich konnte bis Mittags schlafen und war eigentlich immer müde. Aus irgendeinem Grund (ja ja, Ihr könnt jetzt ruhig „senile Bettflucht“ in den Raum rufen, mir egal!) ist das heute anders und ich stehe morgens eigentlich immer früh auf, sogar am Wochenende. Auch einen Wecker benötige ich nicht mehr, da ich von selbst wach werde. Fakt ist: Mein Körper braucht neun Stunden Schlaf, um sich richtig wohl zu fühlen, acht Stunden ist okay, aber sieben sind definitiv zu wenig. Wann ich die bekomme, ist egal und da ich seit einigen Jahren kaum noch fernsehe und somit nicht mehr abends bis in die Puppen wachbleibe, werde ich morgens früher wach. Früh schlafen gehen = früh aufstehen. Der Kreativität ist es zuträglich, denn ich habe festgestellt, dass ich morgens vor der Arbeit zwischen sechs und acht Uhr am besten Schreiben kann. Hätte mir das einer vor ein paar Jahren gesagt, hätte ich ihn laut schallend ausgelacht. Aber so ändert man sich halt.

Wie hat es bei dir mit dem Schreiben angefangen?
Ich habe viele Jahre sehr viel gelesen. Jeden Abend im Bett habe ich stundenlang Bücher verschlungen und bin in die Fantasiewelten anderer Autoren eingetaucht. Durch sehr persönliche Umstände konnte ich eine Zeitlang einfach nicht mehr lesen und das hat mir sehr gefehlt. Außerdem war da plötzlich Zeit, die ich vorher nicht hatte. Hinzu kam ein Gespräch mit einer Freundin, die mir erzählte, dass sie schreibt und zu diesem Zeitpunkt bereits einige Bücher veröffentlicht hatte. Auf meinen Einwand, dass ich das auch gerne mal versuchen wurde, aber keine Zeit dafür hätte, antwortete sie ganz lapidar „wenn einem etwas wichtig ist, nimmt man sich die Zeit einfach.“ Das hat mich aufgeweckt und ich habe mir die Zeit genommen. Und so habe ich angefangen zu schreiben, einfach so. Die Geschichte zu den Bo’othi war ursprünglich eher eine Horrorgeschichte und verlief in meiner Vorstellung in eine ganz andere Richtung, aber das erste was ich beim Schreiben lernte war, dass Protagonisten ihren eigenen Kopf haben und so wurde aus dem Horror dann doch eher eine Romance.

Demnächst kommt ja der zweite Teil deiner Novelle über Antonia und Darius raus. Bin ich da soweit richtig informiert? Könntest du uns darüber vielleicht etwas berichten?
Absolut richtig informiert! :D Die Novelle mit dem Titel „SternSplitter“ wird - wie ihr Vorgänger „SternRegen“ etwas über 100 Seiten stark sein und dort ansetzen, wo „SternRegen“ endete. Zu viel kann ich nicht verraten, denn eine so kurze Geschichte ist schnell gespoilert. Aber eines kann ich schon mal verraten: Nach Regen kommt Sonnenschein, aber manchmal muss erst ein Sturm übers Land ziehen. Es wird richtig viel passieren, was nicht nur in der Novelle, sondern in der gesamten Bo’othi-Reihe eine wichtige Rolle spielen wird. Ihr dürft gespannt sein!

Den ersten Teil gibt es übrigens auch als kostenlosen Hörbuch-Podcast, den ich höchstpersönlich vorgelesen habe, für alle meine Newsletter-Abonnenten. Das E-Book kostet regulär 0,99 Euro, wird aber anlässlich der Veröffentlichung von SternSplitter für kurze Zeit ebenfalls kostenlos zu haben sein.

Wer es lieber als Print mag, darf sich auch freuen: Die beiden Novellen werden zusammen in einem Sammelband auch als Taschenbuch erscheinen, dies aber etwas später als das E-Book.

Arbeitest du zurzeit noch an anderen Buchprojekten?
Nein, die Bo’othi fressen all meine kreative Zeit und Schaffenskraft. Aber da ist ja auch noch lange nicht alles erzählt. Es wird noch mindestens zwei weitere Bände geben. :D

Wenn du nicht schreiben würdest, wie würdest du dich anderweitig kreativ Ausleben?
Ich weiß nicht, ich habe schon viel ausprobiert, irgendetwas habe ich immer gefunden. Ausprobiert habe ich mich schon an Fotografie (mit mäßigem Erfolg, weil ich zu faul bin, auf Motivsuche zu gehen. ;) ), Webdesign (ein Bereich, der sich furchtbar schnell immer weiterentwickelt und der mir quasi davon gelaufen ist, da ich nicht bereit war, immer das neueste vom Neuen anzuschaffen.), Malen (sowohl selbst malen als auch Malen nach Zahlen oder Ausmalen, allerdings macht mir da der Nacken Probleme, wenn ich zu lange über ein Blatt Papier gebeugt sitze.) und vieles mehr.

Weniger kreativ, aber trotzdem sehr erfüllend, wäre auch ein Engagement z. B. im Tierschutz. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich das sicher auch machen.

War es aufregend das erste selbstgeschriebene Buch in den Händen zu halten?
Aufregend? Du hast ja keine Ahnung! Es war … atemberaubend, unbeschreiblich, überwältigend. Im Englischen gibt es das schöne Wort „awesome“ - und das war’s!

Welches deiner Bücher magst du am meisten oder findest du am gelungensten?
Hm, schwierige Frage, sie sind doch alle meine Babys. Welche Mutter könnte sich da entscheiden? Ich muss aber glaube ich schon sagen, dass mir bislang Band 2, Verlassener Stern, selbst am meisten am Herzen liegt, weil es ein großes Projekt war, das ich von der Pike auf ganz allein auf die Beine gestellt habe, also ohne Unterstützung durch einen Verlag. Ich habe nicht nur die Geschichte erzählt, sondern mich auch um Cover, Lektorat, Buchsatz, Marketing usw. gekümmert. Und wenn das auch manchmal gar nicht so einfach war, wie man denken mag, hat es mich viel gelehrt und mir das Buch unheimlich ans Herz wachsen lassen. Die gleichen Erfahrungen habe ich zwar auch bei den Novellen gemacht, aber als „kleine“ Bücher sind sie weniger zeitintensiv gewesen.

Gibt es eine/n Protagonist/en, den du am liebsten magst oder mit dem du dich identifizieren kannst.
Noch so eine schwierige Frage… ;) Also ich glaube, Philip, der Protagonist aus Band 1, ist mir irgendwie am nächsten. Vielleicht, weil er schon so lange bei mir ist und ich ihn rundum kenne. Er ist ein echter Gentlemen, ein liebevoller und rücksichtsvoller Mensch und ein gerechter und freiheitsliebender Bo’othi. Er glaubt an das Gute und möchte, dass es zur Grundausstattung seines Volks gehört.

Meine liebste Nebenfigur war lange Zeit der alte Sa’alagh aus Band 1, wurde dann aber von Ben Lieberman aus Band 2 abgelöst. Während Sa’alagh etwas brummig war und eine gequälte Seele - im wahrsten Sinne des Wortes - war, ist Ben trotz allem, was ihm widerfahren ist, ein friedliebender Typ, ein guter Freund und ein loyaler Partner.

Gibt es ein Zitat, das du zu dir oder zu Büchern sehr passend findest?
Vielleicht darf ich an dieser Stelle mein Motto nennen, das ich auch auf meinem Banner stehen habe: „Schreibend die Sterne vom Himmel holen“ Mein Bruder hat mal, als er klein war, meiner Mutter versprochen, ihr die Sterne vom Himmel zu holen, wenn er groß sei. Ein bisschen muss ich immer daran denken und da meine Bo’othi im wahrsten Sinne des Wortes genau das tun, die Sterne vom Himmel holen, möchte ich das auch tun. Mit Geschichten zum Träumen und Träumen zum Lesen.

Du hast eine Katze. Hast du noch weitere Tiere?
Nein, ich wurde nur von Betty Rumpel adoptiert. Zuvor gab es Jimmy Kater in meinem Leben, der im Jahr 2015 mit 16 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Er ist mit mir um die Welt gereist Zu mir geholt habe ich ihn in Peking, dann waren wir gemeinsam in New York, Vilnius und Minsk. Der Umzug nach Berlin war sein letzter. :( Danach wollte ich eigentlich kein Tier mehr, aber Betty kam zwei Monate nach seinem Tod einfach hereinspaziert und blieb. Da konnte ich nicht nein sagen.

Und es gibt noch eine Anekdote: Betty und Jimmy kannten sich. Ich kann mich genau erinnern, dass ich sie beobachtet habe, als Jimmy schon sehr krank war und im Garten saß. Er starrte durch den Zaun nach draußen, wo Betty (die damals diesen Namen noch nicht trug) saß und zurückstarrte. Heute glaube ich, die beiden haben das besprochen. Jimmy hat ihr gesagt, dass sie sich um mich kümmern sollte.

Was möchtest du noch loswerden oder meinen Lesern mitteilen (egal was)!
Ich glaube, es ist alles gesagt, was es zu sagen gab, außer: Dankeschön! Danke, dass ich dieses Interview geben durfte. Danke, dass Ihr meine Bücher lest und offenbar auch mögt. Danke, dass Ihr nicht aufhört zu lesen und neugierig zu sein. Und Danke, dass Ihr mir bis hierher zugehört habt. :)

Vielen Dank Mona, dass du Zeit gefunden hast um an meinem Interview teilzunehmen. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil um Antonia und Darius.
Ich habe zu danken und ich bin gespannt, wie dir SternSplitter gefallen wird. Das ist immer so aufregend, kurz vor der Veröffentlichung… Wie wird das neue Buch ankommen? Kann es die Erwartungen der Leser*innen erfüllen? *bibber*

So meine Lieben, das war nun das Interview mit der lieben Mona Silver. Besucht sie doch einfach unter http://www.monasilverautor.com/ auf ihrer Autorenseite, auf ihrem Blog hier oder ganz einfach auf Amazon hier.

Bis zum nächsten Autoreninterview, Hanna

Kommentare:

  1. Vielen lieben Dank für das tolle Interview mit Fragen, die mich wirklich zum Überlegen gebracht haben, Hanna! <3 Ich wünsche dir viele Blogbesucher und wunderschöne Bücher, mit denen du ihn weiterhin so spannend füllen kannst!

    Meinen SternSplitter gibt es übrigens ab morgen, den 2. September bei Amazon! :)

    LG Mona

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast😊. Die Rezension zu SternSplitter werde ich dann veröffentlichen wenn ich wieder zu Hause bin:). Bin schon auf dein nächstes Bo'othi Buch gespannt💕.

      Löschen

Hallo, wenn Du einen Kommentar bei mir hinterlässt, erklärst Du Dich einverstanden, dass dieser veröffentlicht wird.